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Einfach einen Chatbot mit

Chatfuel erstellen

Ein Chatbot? Davon haben wohl die meisten schon mal was gehört. Hat auf jeden Fall irgendwas mit Programmieren und Informatik zu tun, denkt man vielleicht. Sicher sehr kompliziert! Aber es geht auch einfach, wie mein Selbsttest beweist. 

Bevor es ans Eingemachte geht kann es nicht schaden, sich erst mal einen groben Überblick über das Thema zu verschaffen. Was sind Chatbots überhaupt, wofür werden sie genutzt und wie funktioniert das alles?

Und dann sollte man sich folgende Fragen stellen:

  • Wofür möchte ich meinen Chatbot nutzen?

  • Wie professionell soll das ganze gestaltet sein?

  • Wie viel Zeit und wie viel Geld kann ich investieren?

  • Wie ausgereift sind meine Programmier-Skills?

In meinem Fall war klar: Wenig Zeit, kein Geld und keine Programmierfähigkeiten vorhanden. Ich wollte einfach mal ausprobieren. Diese Parameter grenzten die Suche schnell ein. Aus einer Handvoll Plattformen habe ich mich dann für Chatfuel entschieden. Hauptsächlich wegen der Funktionsweise und der niedrigen Zugangsbarriere: Man braucht sich nur mit einem Facebookaccount anzumelden und kann direkt loslegen.

Chatfuel – Bot-building For Everyone!

Hier ein paar Fakten über Chatfuel:

              

  • Die Plattform läuft seit 2015

  • Entwickelt Chatbots für den Facebook Messenger

  • Betreibt automatisiertes Marketing für Unternehmen/ Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens (u.a. Adidas, LEGO, Robbie Williams)

  • Führende Plattform für die Erstellung von Bots auf Facebook

Schon beim ersten Besuch der Website wird dem User vermittelt: Jeder kann einen Chatbot bauen. Und: alles ist möglich.

Soweit so gut. Aber ist das ganze wirklich so einfach, wie Chatfuel verspricht?

Die ersten Schritte

Vermutlich ist es sinnvoll, von vornherein strukturiert an die Sache heranzugehen. Aber dafür war meine Neugierde einfach zu groß. Ich wollte direkt loslegen und ausprobieren. Ein paar Dinge muss man dann aber doch noch erledigen, bevor es richtig losgeht.

1.    Die Facebook-Seite
Da Chatfuel für öffentliche Facebook-Seiten konzipiert ist, musste zuerst eine passende Seite her. In diesem Fall eine Seite für unser „Seminar Automated Communications“. Dieser Punkt war relativ schnell abgehakt, die Seite war in diesem Fall ja nur das Mittel zum Zweck.

2.    Die Anmeldung
Sobald die Seite erstellt ist, kann man sich mit seinem Facebook-Passwort bei Chatfuel anmelden. Chatfuel verknüpft die Facebook-Seite automatisch mit dem Programm. Dann werden einem einige Fragen zur Art des Unternehmens gestellt:

  • Wie viele Personen arbeiten in deiner Firma?

  • Willst du einen Bot für Firmenkunden entwickeln?

  • Wie würdest du deine Kunden am ehesten beschreiben?

  • Was erhoffst du dir, mit dem Bot zu erreichen?

  • Wie hoch ist dein monatliches Budget für Werbeanzeigen?

Mit den gesammelten Informationen entwickelt Chatfuel individuell zugeschnittene Bot-Formate um dem User den Einstieg zu erleichtern.

3.    Die Funktionsweise
Nach Abschluss der Anmeldung findet man sich im Arbeitsbereich von Chatfuel wieder. 
Um sich mit mit diesem schnell vertraut zu machen kann man der automatischen An-/ Einleitung Chatfuels folgen. Aber auch ohne diese Einleitung findet man sich in Chatfuel schnell zurecht. Die Plattform ist leicht verständlich und sehr anfängerfreundlich.

  • Links befindet sich eine Menüleiste, die anzeigt, wo man sich gerade befindet. In der aktiven Phase der Boterstellung arbeitet man hauptsächlich mit „Automate“ (die anderen Menüpunkte befassen sich unter anderem mit der Analyse der Botaktivität nach Veröffentlichung)

  • Inhalte, die der Bot später ausgeben soll, werden in Blocks unterteilt à Strukturierung

  • Jeder Block kann eine Vielzahl von Elementen enthalten (Texte, Bilder, Videos, Links etc.)

  • Es gibt verschiedene Möglichkeiten, die direkte Kommunikation mit dem User zu gestalten (man kann sowohl Antwortmöglichkeiten vorgeben als auch den User offen antworten lassen)

  • Während der Entwicklungsphase des Bots kann man diesen jederzeit über den Facebook Messenger testen

Set Up AI

 

Unter dem Menüpunkt „Set Up AI“ kann man dem Bot ganz spezifische Wörter oder Phrasen beibringen.

Bringt man ihm z.B. Automated Communications bei, erkennt er diese Wörter später im Chat. Man könnte Automated Communications dann mit einem entsprechenden Informationslink verbinden.

Fragt ein User den Bot „Wo finde ich Infos zu Automated Communications?“ kann dieser passend auf die Frage antworten. Er erkennt die Wörter und gibt dann den verknüpften Link dazu aus (z.B. in Form einer Nachricht „Auf dieser Website findest du die gewünschten Informationen“).

 

à Set Up AI spielt eine große Rolle in der individuellen Kommunikation mit den Kunden eines Unternehmens

Jetzt wird’s konkret!

Nachdem man ein bisschen ausprobiert hat sollte man sich dem inhaltlichen Aufbau widmen. 


Hier ein paar Fragen, die den Einstieg erleichtern:

  • Was will ich dem Kunden präsentieren?

  • In welcher Reihenfolge sollen die Inhalte stehen?

  • Was soll in der „Welcome Message“ beinhalten?

  • Welche Antwort-/ Fragemöglichkeiten soll der User haben? -->offen vs. vorgegeben

  • Wie spreche ich den Kunden an? -->formell vs. umgangssprachlich

Mir persönlich hat es geholfen eine Mindmap zu erstellen. Das erleichtert den Überblick und bringt Struktur rein. Wenn dann der komplette Plan steht ist die größte Hürde geschafft. Jetzt muss man ihn nur noch mit Chatfuel umsetzen. Hier kann man seiner Kreativität freien Lauf lassen.

Für unser Experiment habe ich hauptsächlich mit vorgegebenen Fragen gearbeitet, die die User auswählen können. Auch habe ich, bis auf eine Ausnahme, die Antwortmöglichkeiten vorgegeben.  Offene Fragen wären für diesen Test einfach zu viel Aufwand gewesen.

Beispiel: Der LEGO Geschenke-Bot

Zur Veranschaulichung hier noch ein Beispiel aus der Unternehmenswelt: Der „LEGO-Gift- Bot“.
Dieser Bot soll dem Kunden die Auswahl für ein passendes Weihnachtsgeschenk erleichtern. Er stellt einige Fragen, um herauszufinden, was der Kunde sucht. So fragt der „Gift Bot“ zum Beispiel nach:

  1. Der Region, aus der die Anfrage kommt (USA, Kanada, GB)

  2. Dem Alter desjenigen, der beschenkt werden soll

  3. Der Preisklasse in der das Geschenk liegen soll

  4. Den Genres bzw. Interessen des zukünftigen „Builders“

Sobald dieser Fragenkatalog abgespielt wurde, zeigt der Bot diverse Angebote auf. Diese sind dann bereits auf die individuellen Ansprüche bzw. Wünsche des beschenkten „Builders“ zugeschnitten. Der Kunde muss nur noch auswählen und bestellen. So kann gerade in der Zeit des Weihnachtsgeschäfts eine schnelle Kundenkommunikation sichergestellt werden.
Laut Chatfuel hat LEGO mit dem Bot so zum Beispiel 71% der Kosten gespart, die in einem persönlichen Gespräch entstanden wären.

Fazit

 

Ich muss sagen, dass mich Chatfuel insgesamt positiv überrascht hat. Ich hätte nicht gedacht, dass man innerhalb so kurzer Zeit einen funktionierenden, wenn auch eher einfach gestrickten Chatbot erstellen kann. Natürlich war das Ganze nur ein Experiment. Wir als Seminar sind weder eine Firma mit Kapital noch habe ich besonders viel Zeit investiert. Für echte Unternehmen bietet Chatfuel zahlreiche weitere Möglichkeiten zur professionellen Ausgestaltung. Aber ich wollte ja gerade testen, ob Chatfuel auch für Ungeübte eine Option ist und das kann ich auf jeden Fall bestätigen.


Chatfuel hält sein Versprechen: Jeder Laie kann innerhalb kurzer Zeit einen Chatbot entwickeln.

Im Laufe dieses Experiments ist mir vor allem eins klar geworden: Es ist echt wichtig, strukturiert an das Ganze heranzugehen! Der Rest läuft dann eigentlich (fast) von selbst. Also, nur Mut!

Viel Spaß beim Testen!

Chatfuel BILD 4.png

Annika Wrona

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