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HubSpot und der umkämpfte Markt der Marketing Automation Software

 

Der Markt für Marketing Automation Software ist ein dynamisch wachsender Zukunftsmarkt. Er ist hart umkämpft. Das sieht man an solchen Phänomenen wie der öffentlichen Tool-Kritik des Chefs von Nectafy an dem Marktführer HubSpot. Das wäre in etwas so, als würde sich der Opel-Chef einen VW Golf kaufen und in einem Blog regelmäßig über die Schwächen des meistverkauften Autos bloggen.

HubSpot existiert bereits seit fast 15 Jahren und hat sich in dieser Zeit einen Namen gemacht. Mit über 500 Millionen US-Dollar Umsatz pro Jahr gilt dessen Marketing Automation Software als einflussreicher Player im schnell wachsenden Markt für Marketing-Software. Googelt man „HubSpot“, wird der Nutzer mit positiven Headlines überströmt. Um auch eher kritische Reviews zu finden, muss man schon gezielt suchen.

 

Auf interessierte Kunden kann die Flut an Informationen über die Softwareplattform zunächst überwältigend wirken. Um sich selbst ein Bild von der webbasierten Marketingmaschine zu machen, kann man zwar einige Features kostenlos auf der HubSpot-Website ausprobieren. Doch ohne technisches Vorwissen stößt man rasch an seine Grenzen.

 

Zu Beginn meiner Recherche war auch ich Neuling und wusste nicht viel über Tools und den Abläufen im Online Marketing. Basierend auf meinen Nachforschungen gehe ich im Folgenden auf einige zentrale Tools von HupSpot ein, damit man einen Eindruck von derartigen Marketing-Tools bekommt. Ferner beleuchte ich die ungewöhnliche Vorgehensweise eines HubSpot-Wettbewerbers.

Tools

Was sind Tools eigentlich? Tools sind kleine nützliche Helfer, die man als Anwendungsprogramme verstehen kann.

Ziel ist es, Nutzer in verschiedenen Bereichen zu unterstützen. Ein Social Media Tool etwa soll dem Nutzer helfen, seine Social Media Accounts aktiv zu managen und ihre Reichweite zu vergrößern. HubSpot basiert auf solchen Tools.

Superexperte Social Media

 

Für die heutige Marketingzeit wohl eins der wichtigeren Tools auf HubSpot ist das bereits erwähnte Social Media Tool, über das die Kunden ihre Social-Media-Kanäle steuern können.

Social Media Tools HubSpot.png

Unter Anderem wird versprochen, dass das gleichzeitige Teilen von neuen Beiträgen auf verschiedenen Plattformen vereinfacht wird. Die Tools agieren hier in einem automatisierten Prozess. Außerdem berechnen sie in einem Algorithmus, wann man welche Beiträge am besten ins Netz stellt. So steigert man die Chance, seine Reichweite zu erweitern. Die sogenannten Keyword-Monitoring-Streams bieten darüber hinaus, dass man über Stichworte und Hashtags die Interessen potenzieller Kunden ermitteln kann.

 

Wenn man zum Beispiel als Anwaltskanzlei Nutzer bei HubSpot ist, wird man über alle Beiträge benachrichtigt, die einen Zusammenhang zu Anwälten zeigen. Postet Frau Mustermann beispielsweise darüber, dass sie einen fähigen Anwalt sucht, wird die Anwaltskanzlei dank der Tools darüber benachrichtigt. Die Möglichkeit, auf Beiträge potenzieller Kunden einzugehen und damit neue Kontakte zu knüpfen, steigert sich somit enorm.

 

E-Mail-Wichtel

 

E-Mails sind ebenfalls zentraler Bestandteil des Marketingalltags. Um professioneller zu werden und auch so beim Kunden anzukommen, bietet HubSpot viele verschiedene Features an. Hier kommen wieder die Tools ins Spiel.

 

Sie optimieren etwa E-Mails und passen Betreffzeilen und das Format der Mail an den Empfänger an. Befindet sich der Empfänger in einer anderen Zeitzone als der Absender, raten die Tools den HubSpot-Kunden die Mail so zu verschicken, dass sie zu einer angenehmen Zeit beim Empfänger ankommt. Der Kunde des HubSpot-Nutzers bekommt durch diese kleinen Tricks idealerweise den Eindruck, mit einem professionellen und erfahrenen Unternehmen zu interagieren. Die kleinen E-Mail-Wichtel steigern so die Interaktionsraten und den Umsatz.

 

Konkurrent Nectafy macht den Selbsttest

 

Allein aus den zwei Tools, die zur Veranschaulichung dienen sollen, klingt das System hinter HubSpot sehr gewinnversprechend. Diese Informationen stammen allerdings alle von der Webseite des Unternehmens. Wer sagt, dass hier nicht übertrieben wurde? Auch die Reviews, die man ganz oben bei der Google-Suche angezeigt bekommt, sind alle positiv.

 

Wettbewerber arbeiten mit harten Bandagen

 

Natürlich gibt es auch an HubSpot Kritik. Weil in diesem jungen Markt der Marketing Automation Software eben auch noch nicht jeder Kundenwunsch erfüllt werden kann. Das führt dann auch zu Ernüchterung und Frust.

 

Eine eher seltene Form der Kritik an HubSpot kommt von einem direkten Wettbewerber. Lance Cummins, President von Nectafy, was ebenfalls ein Marketing Automation Software Unternehmen ist, begann 2013 damit, HubSpot selbst auf Herz und Nieren zu testen – und darüber öffentlich zu berichten.

 

Funktioniert HubSpot?

Hubspot-Review-Growth.jpg

Cummins stellte öffentlich die Frage: Wie gut ist HupSpot wirklich? Hält es, was es verspricht?

 

Bereits nach wenigen Monaten stand für ihn fest: HubSpot hält, was es verspricht. Durch die Unmengen an Tools hat sich die Marketingstrategie von Nectafy deutlich verbessert. Reichweite und Kundenzahlen hatten sich enorm gesteigert. Die einfache, detaillierte Einarbeitung in das System hat er ebenfalls sehr positiv gewertet.

 

Neben diesen positiven Aspekten spricht der Konkurrent aber auch Negatives an.

“I still need to use Google Analytics to see more insight about my site."

Zum Beispiel die hohen Kosten der Website. Cummins betont, dass die Tools der Seite zwar sehr gut, das Preis-Leistungsverhältnis aber eher ernüchternd seien. Im Beginner-Paket seien nämlich nicht alle notwendigen Tools verfügbar. Trotz HubSpot-Abo müsse er sich etwa bei der Datenanalyse weiterhin auf andere Websites wie Google Analytics verlassen. Bei knapp 300 Euro monatlicher Gebühr sei dies laut Cummins eine recht „traurige Tatsache“.

 

Als suboptimal greift er auch das eigene Zeitinvestment auf. Um wirklich Ergebnisse zu erzielen, müsse man wöchentlich mindestens 10 Stunden auf HubSpot verbringen. Als Unternehmensleiter hätte man jedoch „mehr zu tun, als sich ums Marketing zu kümmern“. Er betont, dass er aufgrund des großen Zeitaufwands, das er für HubSpot aufbringen musste, bei seiner Familie teilweise zu kurz kam. Seines Erachtens ist das negativ zu werten, da das Marketing seines Unternehmens nicht einen so großen Teil des Lebens einnehmen sollte, dass das Privatleben kurzfällt.

Zusammenfassung

Meine Recherchen bestätigen: die HubSpot-Software kann einen wertvollen Beitrag leisten zum Marketingerfolg. Es finden sich viele positive Reviews. Selbst die Konkurrenz sieht das im Kern so. Aber: Wo Licht ist, ist meist auch Schatten. Sucht man im Netz nach kritischen Reviews, wird man beispielsweise auf Trustpilot fündig.

 

Letztlich liegt es aber an einem selbst, wem man Glauben schenkt bei der Frage, ob HubSpot die richtige Marketinglösung für das eigene Unternehmen sein kann. Mein Tipp: Interessenten sollten sich dabei nicht von den ausschließlich positiven Suchergebnissen bei Google auf der ersten Trefferseite blenden lassen.​

“Less than 3% of searchers make it to the second page [of Google].”​

Lassen Sie sich ruhig Zeit dabei, wenn Sie nach einer guten Marketing Software suchen. Die 3 Prozent, die sich durch die Suchergebnisse klicken, werden Ihnen sicher bestätigen: Manchmal lohnen auch die Sucherergebnisse auf den folgenden Seiten.

 

Buse Koca 

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